Vereinschronik 


 

Diese Geschichte beschreibt das für den Harmonika - Club Sindelfingen im Augenblick größte Problem:

Kaum jemand weiß, dass es in Sindelfingen einen Akkordeonverein gibt, der ein Orchester hat und der Schüler am Akkordeon und am Keyboard ausbildet. Dabei gibt es den HCS seit 1934. Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte hat der Verein an verschiedenen Wertungsspielen, sei es auf internationaler Ebene oder im Bezirk Würm - Nagold des Deutschen Harmonik Verbandes immer wieder erfolgreich teilgenommen. Die Partnerschaft mit dem Akkordeon - Club Junior St. Jean der Sindelfinger Partnerstadt Corbeil - Essonnes, gemeinsame Konzerte mit dem Akkordeonorchester am Konservatorium aus Cottbus und dem Akkordeonorchester der Musikschule der Stadt Leverkusen waren und sind markante Punkte in der Vereinsgeschichte. Neuen musikalischen Schwung brachte Manuel Tato, ehemaliger Akkordeonlehrer an der Schule für Musik Theater und Tanz in Sindelfingen, 1989 in den Verein. Mit ungewohnten Musikstilen zeigte er seinen Schülern, dass das Akkordeon ein vielseitiges Instrument ist. Auch das Publikum staunte, wenn es bei Auftritten des HCS anstatt Marsch, Walzer oder Polka nun Jazz - Rhythmen oder Pop - Musik zu hören bekam! Dies entwickelte Sergej Riasanow weiter, als er 1999 Jahren Dirigent und Lehrer des HCS wurde. Viele Kompositionen schrieb er eigens für das Orchester, das mit viel Spaß und Begeisterung diese Stücke spielt. Trotz dieser Entwicklung hat der HCS wie viele andere Vereine große Probleme mit dem Nachwuchs. Die Jugendlichen wissen nicht, dass man mit dem Akkordeon sehr gut Rock- und Popmusik spielen kann. Da es hier an geeigneter Musikliteratur mangelt, bearbeitete Sergej Rianzanov Stücke von Brian Adams, Aerosmith oder Deep Purple speziell für das Orchester. Aber auch Evergreens, leichte U - Musik oder Jazzstücke gehören zum Repertoire des HCS. Selbst die ältere Generation ist von diesem Musikstil begeistert. Mit neuen Wegen versucht der Verein das Interesse der Jugend für das Akkordeon zu wecken und wird seinem jetzt gefundenen Stil treu bleiben. Sergej Riasanow musste den HCS nach 10 Jahren leider aus persönlichen Gründen verlassen. Daher hat der HCS seit Februar 2009 einen neuen Dirigenten und Lehrer: Andrej Mouline.